Sport gehört in unserer Gesellschaft in zunehmendem Maße zur Freizeitgestaltung. Jedes Jahr verletzen sich bis zu zwei Millionen Menschen in Deutschland beim Sport. Trotz der Unfälle wird Sport weiterhin befürwortet. Das hat neben gesundheitlichen auch finanzielle Gründe: Die Schäden durch zivilisationsbedingten Bewegungsmangel werden auf 25 bis 75 Milliarden Euro veranschlagt, zehn mal mehr als die Kosten für Sportunfälle. Die häufigsten Sportverletzungen erfolgen in quantitativer Abfolge:  Fußball (ca. 33%), Handball (15 %), Skifahren (12 %), Tennis und Volleyball (je 5 %). Männer betrifft es häufiger. Die unteren Extremitäten sind mit 72,4 % am häufigsten betroffen, gefolgt von den Armen mit 21,8 % und der Wirbelsäule mit 3 %.

Daten der GOTS (Gesellschaft für Orthopädische und Traumatologische Sportmedizin) zu den zwei häufig betroffenen  Sportarten:

Handball: 79 % – 93 % sind akute Verletzungen. 7 – 21 % sind Überlastungsläsionen. (Untere Extremitäten:56,1 %, davon Knie: 16,1 %, Oberschenkel: 8,5 %, Becken/Hüfte: 3,5 %, Unterschenkel: 5,3 %, Sprunggelenk: 17,1 %, Fuß/Zehen: 5,6 %; Obere Extremitäten: 28,5 %; davon Schulter/Oberarm: 6,6 %, Ellenbogen/Unterarm: 4,8 %, Handgelenk: 3,7 %, Hand/Finger: 13,4 %; Kopf: 8,8 %; Stamm: 6,4 %, davon Wirbelsäule 3,0 %; Sonstiges: 0,3 %

Fußball: Untere Extremitäten: ca. 80-90 %, davon Oberschenkel: 23 %, Knie: 16 %, Leisten/Hüfte: 11 %, Unterschenkel: 14 %, Sprunggelenk 17 %; Obere Extremitäten: 10 – 20 %, davon Hand: 10 %

Bei den frischen Verletzungen sind am häufigsten Prellungen/Verstauchungen, (Muskel)-Zerrung, Frakturen und Bandrupturen. Bei den Überlastungsläsionen sind Sehnenreizung, Arthrose, Einklemmungssymptomatiken und Stressfrakturen zu erwähnen.

„PRAXIS-diesportstrategen“ haben nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand die häufigsten Krankheitsbilder von der Klinik, über die Diagnostik, Therapie bis hin zur „diesportstrategen“-Behandlungsempfehlung aufgearbeitet. Schwerpunkt wurde vor allem auf die Pathophysiologie (wie kommt es zu dieser Verletzung?). Aktuelle  wissenschaftliche Informationen werden in unserer up to date (Wissenschaft/Forschung) –Rubrik zur Verfügung gestellt. Zusatzbezeichnung Sportmedizin.