Quelle: Zimmer Internetseite

Indikationen:

  • Myopathie (Muskelverspannungen und -schmerzen)
  • Tendopathie (Sehnenverletzungen und -schmerzen)
  • Lumbalgie (Rückenschmerzen)
  • Arthrose (Gelenkverschleiß)
  • Traumafolgen
  • Engpass-Syndrome

Methode:
Laserstrahlung entsteht durch Anregung und Verstärkung von Licht (LIGHTAMPLIFICATION BY STIMULATED EMISSION OF RADIATION) in speziellen Resonatoren.
Die durch Einfarbigkeit (Monochromasie), hohe Intensität (infolge geringer Divergenz, großer zeitlicher und räumlicher Kohärenz) und gute optische Fokussierbarkeit gekennzeichneten Strahlen werden vielfach technisch genutzt.

Laserwirkungen:
Laserlicht unterliegt ebenso wie normales Licht den Gesetzen der Optik. Laserlicht wird daher zum Teil an der Gewebeoberfläche reflektiert, zum anderen dringt es ins Gewebe ein, wird dort gestreut und absorbiert, tritt also in Wechselwirkung mit dem Gewebe. Ein kleiner Teil des Laserlichtes durchdringt auch das Gewebe und tritt auf der gegenüberliegenden Seite wieder aus.
In der physikalischen Medizin ist der Anteil des Laserlichtes therapeutisch maßgeblich, der im Gewebe gestreut und absorbiert wird. Entscheidend für die Wirkung ist der Ort und Betrag der Laserenergie, der im Gewebe verbleibt und in andere Energieformen umgewandelt wird. Die biologischen Wirkungen des Laserlichtes werden als Biostimulation und als thermische Effekte beschrieben.

Biostimulation:
Ein Teil der Laserenergie wird daneben in chemische Reaktionsenergie umgewandelt, wodurch Moleküle direkt durch Übertragung von Elektronen und indirekt durch Bildung von Sauerstoff-Radikalen angeregt werden. Hier sind in erster Linie gefärbte Moleküle der Atmungskette zu nennen, wie Flavoproteine und Cytochrome. Daraus resultiert eine Steigerung der Aktivität des Energiestoffwechsels, was als „Biostimulation“ bezeichnet wird. Die Anregung des Energiestoffwechsels in der Atmungskette der Zelle äußert sich auch in einer schnelleren Abheilung von Gewebeläsionen. Dies geschieht unabhängig von den thermischen Wirkungen des Laserlichtes.

Thermische Wirkung:
Die therapeutische Wirkung des Opton Pro-Lasers beruht entscheidend auf der thermischen Komponente der Energieübertragung und den thermischen Eigenschaften des Gewebes, die von der Wärmeleitfähigkeit und dem Temperaturleitwert des jeweiligen Gewebes abhängen. In der physikalischen Medizin werden therapeutische Wärmewirkungen im Temperaturbereich bis ca. 43 °C angestrebt

Analgetische Effekte:
Laserlicht wird in der Haut gestreut und absorbiert und somit größtenteils in Wärme umgewandelt. Ein schwacher thermischer Reiz auf die Nozizeptoren der Haut löst die bekannten segmentalen Schmerzhemmreflexe über das erste und zweite Neuron aus, wie sie mit der Gate-Control Theorie beschrieben werden. Starke thermische Reize aktivieren das endorphinerge neurale und humorale Schmerzhemmsystem. Beide Mechanismen eignen sich zur Therapie von Schmerzen des muskuloskelettalen Systems.

Reflektorische Effekte:
Mit Laserlicht aktivierte segmentale Reflexe lösen neben der Schmerzhemmung auch eine muskuläre Entspannung aus. Hierzu sind starke thermische Reize erforderlich.

Regenerative Effekte:
Die beschriebene Beschleunigung von Heilungsprozessen wirkt sich vor allem in einer Aktivierung der Fibroblasten aus. Hervorzuheben ist die nicht thermische Natur der Aktivierung, es sind daher nur geringe Energiemengen des Laserlichtes erforderlich. Die Abschwächung des Laserlichtes im Gewebe bestimmt je nach Lokalisation der Läsion die erforderliche Laserleistung, so dass im Falle tiefer gelegener Strukturen, wie Sehnen oder Gelenkkapseln hohe Oberflächendosen erforderlich werden können.

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